Wie bei viele Gitarristen begann auch meine Karriere auf einem Federballschläger. Es brauchte einige Überzeugungsarbeit, in Form von nicht enden wollenden Playback-Konzerten zu Ricky King Platten, um meine Eltern vom Kauf einer Gitarre zu überzeugen. Zum 10. Geburtstag war es dann so weit. Als Sohn einer Braunschweiger Gärtnerfamilie begann ich das weite Feld der Gitarrenmusik zu beackern. 

Natürlich musste ein Lehrer her - Thomas Schmidt. Befreit von musikalischen Scheuklappen wurde alles gespielt, was die akustische Gitarrenmusik hergab.

Als ich in der Schule ein paar Fingerpicks fand und jemand sagte, dass man damit Gitarre spielen könne, war es auch Thomas, der mir zeigen konnte, wie man mit den Dingern spielt. Weil sich dafür aber die Nylonsaiten der Konzertgitarre nicht gut eignen, musste eine Gitarre mit Stahlsaiten her. Es wurde eine Framus Jumbo irgendwas mit enormer Saitenlage. 

Mit Fingerpicks und Stahlsaiten kam man 1983 an einem Mann nicht vorbei: Werner Lämmerhirt. Er wurde Vorbild und Inspiration. Es war bewegender Augenblick als ich 20 Jahre später mit ihm die Bühne der Braunschweiger Brunsviga teilen durfte.

Weil Musik gemeinsam mit anderen Menschen auch sehr viel Spaß macht, war ich im Laufe der Jahre an diversen Projekten beteiligt. Die waren mal mehr mal weniger erfolgreich, aber immer inspirierend: Zupfmusikgruppe, Rockband, Gitarrenduos und -trios, Musiktheater, CD Produktionen, Fernsehproduktionen, Radiokonzerte und nicht zu vergessen meine Arbeit als Musiktherapeut und Gitarrenlehrer.

Seit 2009 spiele ich gemeinsam mit Frank Meth, Burkhard Wittlief, Bahni und Wolfgang Weber bei Sueño del Sol, spanisch-lateinamerikanische Musik.